Lakiki’s Weblog

kiki in america

Deutschland Montag, Januar 19, 2009

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 18:12

Nachdem in Deutschland diverse Menschen mit der Bitte an mich herangetreten sind, doch mal wieder mehr zu schreiben, versuche ich das dann mal wieder. Es ist uebrigens schoen zu hoeren das Jans Blog schoen zu lesen ist aber meine Ergaenzungen auch nicht zu verachten sind… :) Hier sei aus diesem Grund dann auch einmal speziell die Alina gegruesst!

Ja, was gibt es zu schreiben ueber das Land, uber das wir sowieso alles wissen?!

1. Es ist dort schweinekalt!!!
Nicht das ich in irgendeiner Weise nicht damit gerechnet haette, aber so kalt, irgendwann ist dann auch mal gut!
Besonders waehrend ich hier sitze, auf meinem Balkon, in der Sonne, mit uber 20 Grad scheint es doch total
irrwitzig zu sein mit diesen -15 Grad Celsius.

2. In Deutschland regnet es nie!
Da mag jemand wiedersprechen, aber fuer mich als Tourist… kein Tag Regen immer blauer Himmel und dann der
wunderschoene Schnee nach Neujahr, was will man mehr?
Hier kann man nur “THE TRAVEL BOOK- A Journey through every country in the world” zitieren: “Best time to visit:
November to April for fewer tourists and surprisingly pleasent weather”! Und wir sprechen hier von Deutschland-
NICHT von Kalifornien, nur um das noch einmal hervorzuheben. Aus sicherer Quelle habe ich erfahren das es bei
uns zu Hause (Santa Clara, CA) zur gleichen Zeit, wie aus Eimern geschuettet hat!!!

//Hier scheint es mir auch geeigent, meinem lieben Gatten zu wiedersprechen oder ihm Klarheit zu verschaffen,
wie man das auch immer sehen mag. Der liebe Jan schrieb neulich in seinem Blog: “2 Wochen “Heimat”(?)urlaub
sind vorbei.” Hierzu kann ich nur sagen/fragen: Wieso “Heimat(?)”, selbstverstaendlich Heimat(!)urlaub!!!  Zu Hause ist Santa Clara, Kalifornien aber Heimat ist IMMER da, wo man herkommt, also so richtig, mir soll da jetzt keiner mit ner Grundsatzdiskussion kommen, wenn ich diskutieren haette wollen, haett ich wohl keine solche endgueltige Aussage getroffen, wa! 8) (Hat er auch direkt eingesehen, der liebe Jan.)

3. Deutsche Servicekraefte sind in der Regel gleichgueltig bis unhoeflich!
War mir die uebertriebene Hoeflichkeit, vor allem in Restaurants hier doch zu Beginn ein wenig zu viel, muss ich
jetzt doch sagen: Lieber mit vollem Mund dem Kellner zulaecheln und signalisieren das es schmeckt als dieses
unmoegliche Verhalten in Deutschland erleben zu muessen.
Dazu zwei lebhafte Beispiele:
An unserem Traditionellen Weihnachtsessen mit Freunden in Bonn, hatten wir einen Kellner der anscheinend den
Unterschied zwischen humoristischem lokaltypischem Charm und deplaziertem Verhalten nicht kennt! Das in
einem Lokal, das sich nennt wie eine regionale Biersorte, diese Biersorte nun doch gerne getrunken wird ist eine
Sache, an einen Tisch zu kommen und vorrauszusetzen das jeder dieses trinken moechte und sich unglaublich zu
gebaeren wenn einer der Gaeste (dieser Gast war nicht ich!) dieses Bier nicht trinken moechte, ist einfach
unangebracht! Desweiteren mag das mit dem Duzen hier durch den englischen Wortschatz nicht zur Diskussion
stehen, in Deutschland moechte ich aber doch schon gerne, dass ein mir fremder Mensch den noetigen Abstand
respektiert! Und sich einer Gesellschaft von 8 Menschen zuzudrehen und mit erhobenem Finger zu ermahnen:
“Aber es wird auch gegessen!” das geht in meinen Augen mal so etwas von ueberhaupt nicht!!! Und bin ich mir doch
sicher das dieser Mensch sich gegenueber aelteren Herrschaften dementsprechend verhalten haette, so moechte
ich doch gerne wissen, wo er da die Grenze zieht und ueberhaupt, auch Teenager haben dieses abschaetzende
Verhalten nicht verdient.
Beim zweiten Beispiel waren wir Kuchenessen, man will natuerlich die vorzuege des einenen Landes auch
kulinarisch erleben und vom Kuchenbacken haben die Amis echt keine Ahnung. Dieser Besuch war gekennzeichnet
durch WARTEN. Zunaechst musste man eine uebertrieben lange Zeit warten, um ueberhaupt erst einmal eine
Bestellung aufzugeben, danach musste man dann eine noch laengere Zeit warten um seine Bestellung zu erhalten um
dann gefolgt darauf eine enorme Zeit darauf zu warten eine falsch Rechnung zu bekommen.
Nachfragen sollte man in Deutschland dann mal lieber nicht denn welche Antwort koennte klarer und
zurechtweisender sein, als ein: “Sehen sie sich doch einmal um, der ganze Laden (10 Tische!) ist voll und wir sind nur
zu zweit und haben noch eine Aushilfe (!) anzulehren. (Fuer 10 Tische?) Da muessen Sie schon Verstaendniss haben!”
(FUER WAS???)
// Nun moegen sich ganz schlaue Menschen fragen: “Warum ist die Kirsten denn nicht einfach aufgestanden und gegangen oder hat zumindest was gesagt?” “Ha Ha” sagt die Kirsten dann “Wohin denn? In welchem Lokal soll das schon anders sein im guten alten Deutschland? Und was sagen? Klar grade in einer Lokalitaet in der ich Essen und Trinken serviert bekomme, da sage ich gerne mal etwas differmierendes zu den Menschen, die in der Hand haben, wie sauber mein Glas oder wie rein mein Essen ist…” Ausserdem habe ich das alles, mit dem Wissen, bald ist das ja wieder anders, in Kauf genommen!

Es gibt noch viele andere kleine Beispiele, wie zum Beispiel die lieben Verkaeuferinnen bei Aldi, die wenn sie
koennten, die Einkaeufe direkt in den Ausgang werfen wuerden, damit die zahlenden Kunden sich auch ja moeglichst
schnell “verpissen” (Dieses Wort soll moeglichst genau die Gedanken der Kassiererinnen wiedergeben. In meinem
eigenen Wortschatz distanziere ich mich eigentlich davon, dieses Wort zu benutzen!). …

Das wird jetzt hier schon wieder ganz schoen lang beim naechsten mal mehr,

Adios, Auf Wiedersehen und Bye bye,

sagt die kiki.

 

Heimwerkerlaeden Sonntag, August 10, 2008

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 4:06

Da musste ich in Deutschland NIE hin!!! Seit wir in den USA sind bin ich auf einmal andauernd da?!
Und es ist jedes mal die Hoelle!
Haette es schon zu meiner Zeit Bob den Baumeister gegeben, wuerde ich das vielleicht ein wenig anders sehen.
Im Land der 1000 Klagen nenne ich mal keinen Namen, aber jeder der sich n bischen hier auskennt, weiss von welchem grossen namenhaften ‘Maennerparadis’ im speziellen, ich hier spreche.
Heute war es also mal wieder so weit. Aus campingurlaubstechnischen Gruenden mussten wir wieder hin.
Schon im Laden zu stehen ist unglaublich anoedend.
Um einen herum laufen lauter Maenner in (ausnahmslos dreckigen) Arbeitsklamotten und wissen anscheinend immer genau, wo sie das was sie suchen auch finden. Zumindest guckt niemals auch nur ein Kunde so verwirrt und orientierungslos drein wie wir.
Die erste von mir aufgestellte Grundregel in diesem Laden ist jedenfalls oder eben trotzdem: “Man findet Grundsaetzlich nie das, was man sucht.”
In jedem anderen Laden ist das nicht weiter schlimm, denn man hat ja andere Sachen die man statt dessen findet, hier kommt aber erschwerend auch noch Regel 2 hinzu: “Alles andere was man statt dessen findet, ist absolut uninteressant!”
Nun gibt es in diesem Laden zwei Gruppen von Mitarbeitern: Die eine Gruppe moechte helfen, hat aber keine Ahnung und die 2. Gruppe hat keinen Bock zu helfen und gibt vor kaum Ahnung zu haben. Schon diese Tatsache erklaert, warum alle Maenner die dort einkaufen, wissen wo ihr Zeug ist- jahrelange verzweifelte Sucherfahrung!!! Dies fuehrt unweigerlich zur dritten Regel: “Einen Mitarbeiter in diesem Laden um Hilfe zu bitten, kann zu Frustation fuehren und ist in der Regel unnuetz.”
Fuer Frauen gilt in diesem Laden die tolle Regel: “Frauen laufen IMMER einem Mann hinterher!!!” Entweder folgen sie einem der zielgerichteten Maenner oder ein Mitarbeiter ohne Ahnung hat ihr- zu ihrem Unglueck seine Hilfe angeboten. Hier tritt dann die fuenfte Regel in Kraft: “Hat man einmal einen ‘helfenden’ Mitarbeiter an seiner Seite, so muss man mit ihm, jeden einzelnen Gang des Ladens absolvieren.”
Auf Grund dieser beiden Regeln moechte ich anmerken, dass ich aus Prinzip direkt nach Betreten dieses Ladens in die entgegengesetzte Richting laufe als Jan, ausserdem weiss ich bei Nachfragen der Mitarbeiter immer, wo meine gewuenschten Produkte zu finden sind.
Selbstverstaendlich weiss ich es jedoch nicht und kollabiere auf Grund der frauenunfreundlichen Produktauswahl jedes mal nach 10 Minuten Suchen, um Jan jegliche Geldausgabe in einem solch kundenunfreundlichen Laden zu verweigern.
In diesem Fall scheint sich in Jan dann immer das ‘starke Geschlecht’ durchzusetzen, vielleicht gefoerdert durch das vollzueglich maskuline Ambiente… und er entwicket einen Suchertrieb. Dieser Suchertrieb ist auch die einzige Erklaerung fuer mich, warum solch ein kundenunfreundlicher Laden in den USA ueberhaupt ueberleben kann.Mann findet dann auch in der Regel was man sucht und ein kurzer Momet des Triumpfes zieht ein, denn in der langen Zeit des Suchens hat sich der Eindruck verstaerkt:” Die wollen mir Produkt x einfach nicht verkaufen.” Dieser kurze Moment des Gluecks wird jedoch schnellstmoeglich durch Regel 6 wieder aufgehoben: “Der Gang zur Kasse verlaeuft grundsaetzlich niemals reibungslos!” Hier lasse ich eurer Phantasie mal freien lauf…
Ich schliesse mit einem Fazit: ” Der Besuch in einem Heimwerkerladen ist grundsaetzlich von Anfang bis Ende zermuerbend!”
Ach ja und der Grund, fuer meine Wahl der Kategorie “Ausflugsziele” duerfte eindeutig sein: So lang wie man in demLaden suchen muss, kann man das nicht mehr als Einkauf sondern muss es als Ausflug bezeichnen!

 

Nikolaus! Donnerstag, Dezember 6, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 22:09

Gibts ja hier nicht. :x
Genau so weinig, wie es Weihnachtsmaerkte, Adventskalender oder Adventskraenze gibt. Ueberhaupt gibts keinen Advent. Eine sehr arme Vorweihnachtszeit im Land der grossen Dimensionen also!
Natuerlich bis auf die Haeuserdeko… aber dazu komme ich ein andermal, wenn ich denn ein paar Beweisfotos beilegen kann.
Wir geniessen die Vorweihnachtszeit, trotzdem! Shoppen macht Spass, weil in den Laeden die ganze Zeit Weihnachtsmusik rauf und runter lauft und einen Adventskranz hab ich einfach selbst gemacht und zwei Importweihnachtskalender besorgt.
Am liebsten sitze ich zur Zeit im Kaffe um die Ecke, bei einer Chai-Latte und schreibe Briefe.
Heute sind auch unsere Socken sammt Halter fuer den Kamin angekommen (online bestellt), man soll die amerikanischen Traditionen ja pflegen! Der Weihnachtsbaum ist auch schon geschmueckt, das macht man hier so und dafuer kommt er dann aber auch direkt nach Weihnachten weg.
Waren auch schon zwei mal in San Francisco zum Weihnachtseinkaeufe taetigen! :mrgreen:
Nachdem die letzten Besuche ja eher traumatisch waren (Busfahren, etc.), war es dieses mal einfach nur toll!
Die Stadt ist schon schoen im Dunkeln in der Weihnachtszeit! Hat mich doch sehr zufrieden gestellt, da rumlaufen zu koennen. Abends waren wir dann noch im Kino. War sehr bequem mit grossen Ledersesseln! Der Film war auch gut: “No Country for old men”. Auch nachts sind wir noch gut mit der Bart nach Haus gekommen, wir mussten zwar umsteigen, aber der Anschluss kam direkt.

 

Der Black Friday Sonntag, November 25, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten,Auswanderung — kiki @ 4:57

Der Tag nach Tanksgiving hat sich hier traditionell zum inoffiziellen Ferientag entwickelt.
Schulen und Kindergaerten haben Thanksgivingholiday und auch staatliche Einrichtungen haben geschlossen, die meisten Firmen geben ihren Angestellten frei.
Jan und ich haben den Tag fuer einen Ausflug genutzt, wie es einige Amerikaner auch tun. Aber die ueberwiegende Mehrheit nutzt diesen Tag zum Einkaufen. Und zwar fuer Weihnachten! Weihnachten hat begonnen! Das haben wir saetestens gemerkt, als auf dem Highway, mindestens jeder fuenfte Wagen, einen Weihnachtsbaum aufs Dach geschnuert hatte. :roll:  Muss wohl Weihnachtsbaumsonderverkauf gewesen sein. Generell war dieser Tag ein Sonderangebotstag. Alles im Angebot. “Kommen sie zwischen 5 und 10 Uhr morgens und es gibt auf alles 20%!”, “Bis 12 Uhr gibt es umsonst eine Freisprechanlage!” und viele weitere tolle after Thanksgiving Angebote, die sogenannten “doorbuster”, mit denen moeglichst viele Kunden gelockt werden sollen. Die Geschaefte oeffnen an diesem Tag dann auch wirklich schon um 5 Uhr morgens! Ich habe keine Ahnung wer so bescheuert ist, nachdem er sich am Vortag den Bauch mit Turkey vollgschlagen hat, um 4 Uhr morgens aufzusehen, um Weihnachtseinkaeufe zu taetigen, aber das Konzept scheint ja aufzugehen. Im Einzelhandel ist der Tag auf jeden Fall einer der umsatzstaerksten im Jahr. Deswegen heisst er unter anderem “Black Friday”, weil die Haendler schwarze Zahelen schreiben, aber eben auch, weil der Verkehr auf den Strassen unmenschliche Ausmasse annimmt! Einfach verrueckt diese Amerikaner! Am Abend war der Fernseher dann auch voll von Berichten ueber Tagesumsaetze, Einkaufsstimmung, Boerse, Weihnachtswuensche und Parkchaos. Und tatsaechlich waren schon die ersten Haeuser weihnachtlich geschmueckt, als wir von unserem Ausflug zurueck kamen.

 

Turkey time Freitag, November 23, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten,Auswanderung — kiki @ 3:16

Heute ist also Thanksgiving.
Wie jeden vierten Donnerstag im November in den USA.
Thanksgiving zu feiern gruendet auf das Jahr 1621, als eine Gruppe von Pilgern mit Wampoanoag Indianern im Herbst ein drei-taegiges Erntedankfest feierte. Die Pilger waren ein Jahr zuvor in Massachusetts gestrandet und dankten mit diesem Fest, den Indianern fuer ihre Unterstuetzung den Winter ueber.
Es ist auch heute noch Brauch, dass alle am Tisch, vor dem Essen aussprechen, wofuer sie dankbar sind.
Aber bevor es so weit ist, gibts ne ganze Menge zu tun.
Schon seit Anfang der Woche war hier alles Thanksgivingverrueckt. In allen moeglichen Laeden hingen, von Kindern gemalte Turkeybilder, sogar in unserer Videothek. In den Supermaerkten liefen Videos, mit Truthahnrezepten und Truthanheliumballons flogen herum. Ganze Kuehltheken voller fetter Turkeys.
Ingrid hatte unseren schon letzte Woche beim Metzger bestellt und er wurde gestern geliefert.
Ich fand den Grundgedanken von Thanksgiving ja sehr seltsam. Es ist einfach alles geschlossen, alle sind zu Hause oder bei Familien und Freunden und es geht nur darum zu essen. Moeglichst viel zu essen!!! Aber war ja irgendwie mal wieder klar, dass sich solch ein Fressfest grade in Amerika zum wichtigsten Fest neben Weihnachten entwickelt. :roll:
Wie sehr sich dieser Tag ums Essen dreht, habe ich dann heute morgen gemerkt:
Um 9:00 ging mein Wecker… um den Applepie, den ich vor einer Woche bestellt habe, abzuholen. Apfelkuchen ist der klassische Thanksgivingnachtisch und noch so ein paar andere amerikanische Kuchen wie z.B. Kuerbiskuchen. Deswegen war in dem Laden auch die Hoelle los! Als man mir den Kuchen gab, musste ich allerdings sehr aechtzen, denn so einen schweren Kuchen habe ich noch nie gekauft, bzw. gebacken. (Na gut, meine Hochzeitstorte war schon schwerer, aber die war ja auch fuer 20 mal so viele Leute! Ausserdem wars ne Torte und kein Kuchen.) Und in dem Laden haben echt welche 4 oder 5 Kuchen geholt… Ich dachte ja, dass die viele Gaeste haben muessen, aber Ingrid meinte, die Amerikaner wollen jede Sorte haben, egal wie viel uebrigbleibt und weggeschmissen wird. Naja, vielleicht frag ich naechstes Jahr einfach mal eine der Personen die 5 Kuchen holt, was sie damit macht… dann weiss ich es aus erster Hand. :lol:
Noch schnell nen Gratiskaffee getrunken und dann ging es nach Hause. Kaum ne Pause und schon ging es weiter mit den Vorbereitungen:
Jan hat geschnibbelt und Salat gemacht, Indrid den Turkey sammt Fuellung und ich hab mich um die Ofenrosmariensuesskartoffeln (man was fuer ein Wort!), die Bohnen im Speckmantel und die Portweinsauce gekuemmert.
Um 4 war das essen dann endlich fertig. Aber dann muss man sich ja noch fein machen. Also haben wir dann um halb 5 gegessen.
Und es war gigantisch lecker! Hatten noch 2 leckere Flaschen kalifornischen Wein gekauft. Der Rote war allerdings sehr ausgereift, aber Ingrid hatte schon recht, als sie meinte: “Der Rotwein wird mit jedem Schluck leckerer!”
Freue mich schon auf morgen, denn es ist genug uebrig geblieben. Aber ich verstehe, warum die Amerikaner nur einmal im Jahr Thanksgiving feiern. Oefter kann man sich den Stress echt nciht antun!
Aber lecker ist es trotzdem!!! Nur schade, dass unsere Familien nicht dabei waren, denn eigentlich feiert man sowas ja mit der Familie!

P.S.: Ab morgen ist dann endlich die Weihnachtszeit eingelaeutet! Juhu! :D

 

Medikamente Montag, November 12, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten,Auswanderung — kiki @ 19:58

Auch in den USA kann man sich erkaelten.
Habe mir anscheinend eine Bronchitis eingefangen. Dumm nur, dass ich fuer alle Eventualitaeten Medikamente habe, nur nichts fuer Erkaeltungen. Da hilft ja eh nie was… :oops:
Ihr solltet dringend daran denken, dass ihr wenn ihr Auswandert keine Krankenversicherung habt, bis ihr arbeitet!
Nun kommt es zwar in der Regel nicht haeufig vor, dass man zum Arzt muss und wenn man auswandert kann man sich so einen Besuch auch mal sparen, aber dann muss man auch auf viele Medikamente verzichten, die man in Deutschland einfach so in der Apotheke bekommen wuerde.
Die ganzen Drugstores hier moegen auf uns Deutsche zwar wirken, wie Supermaerkte fuer Medizin, aber in Wirklichkeit bekommt man hier deutlich weniger rezeptfrei als in Deutschland!
Als ich nach rezeptfreien Halsschmerztabletten fragte, reichte man mir ein bekanntes Kraeuterlutschbonbon. Mir faellt grade nicht ein, wers erfunden hat… :roll:
Wenn ihr also nicht der Meinung seid, dass Acetylsalicylsaeure ein Allroundmittel fuer jegliche Krankheit ist (denn die bekommt man hier, in jeglicher Konsistenz, immer ohne Rezept und fuer nen Spottpreis), sollte die Reiseapotheke sowohl im Urlaub und besonders als Auswanderer etwas groesser Ausfallen.

 

Neuer Look Montag, November 12, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 0:44

Ich gebe zu, es ist nicht ganz so interessant, dass wir beim Friseur waren, aber mich hat es schon beeindruckt und deshalb mal “kurz”…
Also Jan musste zum Friseur und ich wollte und da hab ich mal ein bisschen gegoogelt und in der Naehe nen Laden gefunden, der sich seltsam aber interessant anhoerte. Generell find ich es ja schon eher schwierig wenn Frisoere von Philosophien sprechen und wenn sie dann auch noch von Kunst sprechen hat es sich entgueltig erledigt. Aber man ist ja in den USA und alles ist neu und man ist offen… also hingefahren, sah in Ordnung aus, Preise hatte ich eh schon im Internet gecheckt und wir sind beide sofort drangekommen.
Was dann kam, hab ich einfach noch nie beim Friseur erlebt!
Erst mal sind die einfach generell netter zu einem und wirken dabei nicht aufgesetzt. “In Amerika ist der Kunde noch Koenig!”, wie Ingrid so schoen sagt. Die Waende des Ladens behangen mit Werken regionaler Kuenstler.
Auf jeden Fall; nachdem ich Platz genommen habe, holt sie ein Araomaoel aus der Tasche und meint, wir machen jetzt erst mal ne Aromakopfmassage, damit du dich entspannen kannst und traufelt mir das Oel auf den Kopf. (Fuer mich schoen, fuer Jan schon hart an der Grenze seiner Maennlichkeit!) Nen Tee gabs auch dazu, natuerlich irgendsowas inspirierendes. Nach 10 Minuten Massage kommen wir dann zu einer sehr ausfuehrlichen Disskussion, wie ich mir mein neues Leben in den USA, Frisurentechnisch so vorstelle. Die ganze Zeit im Hintergrund: Unglaublich passende Musik in absolut richtger Lautstaerke. Genau dass, was man hoeren moechte wenn einem die Haare geschnitten werden, aber ebend nie hoert.
Zum Haarewaschen werde ich neben Jan ans Becken gebeten und das bedeutet hier, inkl. Kopf- und diesmal auch Nackenmassage.
Naja, nach der ganzen Massiererei ist es auch kein Wunder, dass ich entspannt meinte: “Schneiden se mal alles ab!”
Die Frau hat sich Zeit fuer mich genommen und sich die ganzen ca 2 Stunden ausschlieslich um mich gekuemmert und das fuer $55 (fuer die, dies genau haben wollen $37.50 Euro). Ich kann den naechsten Frisoeurbesuch kaum erwarten!!!

Das ist uebrigens der Laden: http://www.artbeatsalon.com

 

The Movies und Rootbeer Sonntag, November 11, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 23:54

Waren in “American Gangster” (wirklich guter Film!!!).
$9 Eintritt erscheinen erst mal viel, aber sind umgerechnet (aufgerundet) auch nur 6.50 Euro und fuer das Geld, bin ich in Deutschland zuletzt kaum noch in eine Abendvorstellung gekommen!
Ueberhaupt ist amerikanisches Kino viel toller als deutsches.
Ich haette da auch mal ein paar harte Fakten zu bieten:
1. Kommen die Filme, auch heute noch, in der Regel, eher ins amerikanische als ins deutsche Kino.
2. Kostet es am Nachmittag nur $6 und das sind umgerechnet 4 Euro.
3. Preislich ist somit, s. 2. jeder Tag ein Kino Tag, bzw. noch besser: Es sind keine “Kinotage” noetig. Die nerven eh, denn es ist grundsaetzlich nie “Kinotag”, wenn man grad ne Kinokarte kauft!
4. Es gibt ausschliesslich salziges Popcorn!!!
5. Fuer das salzige Popcorn gibt es fluessige Butter!
6. Fuer das salzige Popcorn mit fluessiger Butter gibt es pulverisierten Nachokaese aus dem Salzstreuer!
7. Zu dem pulverisierten Nachokaese kommen noch ca. 10 weitere, streubare Geschmacksrichtungen, aus denen man sich den perfekten Popcorncoktail mischen kann.
8. Es gibt keine Werbung!!! 2 maximal 3 Vorschauen und dann der Hauptfilm!!!
9. Da es keine Werbung gibt, gibt es auch keinen nervigen Eismann. (Der kommt in Deutschland ja eh nie, weil alle Angestellten sich zu sehr schaemen, aber den Vorhang machen sie trotzdem immer auf und zu…)

Ich gebe ja zu, die Popcornfakten klingen eher ein wenig abschreckend, aber man muss einfach die Fakten respektieren!!! Ob es schmeckt oder nicht, soll jeder fuer sich entscheiden.
A propos Geschmack: Vertrauen solltet ihr mir definitiv, wenn es um den Geschmack von Rootbeer geht!!! Ich habe ja eh noch nie irgendjemanden Rootbeer trinken sehen (ausser den Jan, als ich es ihm heimlich untergejubelt habe :lol: ) aber es ist nahezu in jeder Softdrinkstation der USA vertreten und angeblich sehr beliebt. Vielleicht dient es zur Abschreckung der verfettenden Kinder?! Ich weiss es nicht! Aber bitte probiert es nicht. Es stellt sich naemlich einfach nicht die Frage, ob es euch schmecken wird. Es ist von vorne herein klar: Ihr werdet es hassen!
Dieses Getraenk spricht keine Geschmacksknospen an, sondern wendet sich direkt an den Wuergreflex.
Ihr werdet euch uebrigens selbst hassen, wenn ihr wegen meines Artikels auf den Gedanken kommt es zu probieren. Mich trifft keine Schuld, ich habe meine Schuldigkeit getan indem ich euch vor Amerikas dunkelstem Kapitel gewarnt!

 

Halloween Mittwoch, Oktober 31, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten — kiki @ 20:12

Trick or Treat! :twisted:
Hatten ca. 150 Kinder an der Tuer, fuer die ich mich auch extra fein gemacht habe…

Fuer die ganz Kleinen war ich wohl zu huepsch, die konnten gar nicht schnell genug wegrennen. :lol:
Ein kleiner Junge hat mich dann noch belehrt, indem er meinte:”You have to close the door!” Aber sonst waren, glaube ich, alle mit mir zufrieden. Hat auf jeden Fall sehr viel Spass gemacht und ich freu mich schon aufs naechste Jahr. Grade waren wir noch mal schnell einkaufen und tatsaechlich sind schon alle Halloweensuessigkeiten und Dekorationen durch die fuer Weihnachten ersetzt! Verdammt schnell diese Amerikaner!

 

Erdbeben Mittwoch, Oktober 31, 2007

Einsortiert unter: Andere Laender andere Sitten,Auswanderung — kiki @ 3:28

8-O Hab ich jetzt auch mal erlebt…
Ich sitze im Bett denke an nichts Boeses und auf einmal hab ich ein komisches Gefuehl im Bauch. Ist ungefaehr wie Uebelkeit beim Autofahren. Als ich dann von meinem Notebook aufgucke, wackelt auf einmal das Bett… Dann eine kurze Pause und dann wieder ein Wackeln, vielleicht 30 sec. Ein sehr komisches Gefuehl!!!
Das Erdbeben hat sich, um 8:04 pm Ortszeit, ueber die Bay Area erstreckt: 37.432°N, 121.776°W und hatte eine Staerke von 5.6. Also nicht grade wenig…  und wir haben ueberlebt! 8)

 

 
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