Nachdem in Deutschland diverse Menschen mit der Bitte an mich herangetreten sind, doch mal wieder mehr zu schreiben, versuche ich das dann mal wieder. Es ist uebrigens schoen zu hoeren das Jans Blog schoen zu lesen ist aber meine Ergaenzungen auch nicht zu verachten sind…
Hier sei aus diesem Grund dann auch einmal speziell die Alina gegruesst!
Ja, was gibt es zu schreiben ueber das Land, uber das wir sowieso alles wissen?!
1. Es ist dort schweinekalt!!!
Nicht das ich in irgendeiner Weise nicht damit gerechnet haette, aber so kalt, irgendwann ist dann auch mal gut!
Besonders waehrend ich hier sitze, auf meinem Balkon, in der Sonne, mit uber 20 Grad scheint es doch total
irrwitzig zu sein mit diesen -15 Grad Celsius.
2. In Deutschland regnet es nie!
Da mag jemand wiedersprechen, aber fuer mich als Tourist… kein Tag Regen immer blauer Himmel und dann der
wunderschoene Schnee nach Neujahr, was will man mehr?
Hier kann man nur „THE TRAVEL BOOK- A Journey through every country in the world“ zitieren: „Best time to visit:
November to April for fewer tourists and surprisingly pleasent weather“! Und wir sprechen hier von Deutschland-
NICHT von Kalifornien, nur um das noch einmal hervorzuheben. Aus sicherer Quelle habe ich erfahren das es bei
uns zu Hause (Santa Clara, CA) zur gleichen Zeit, wie aus Eimern geschuettet hat!!!
//Hier scheint es mir auch geeigent, meinem lieben Gatten zu wiedersprechen oder ihm Klarheit zu verschaffen,
wie man das auch immer sehen mag. Der liebe Jan schrieb neulich in seinem Blog: „2 Wochen “Heimat”(?)urlaub
sind vorbei.“ Hierzu kann ich nur sagen/fragen: Wieso „Heimat(?)“, selbstverstaendlich Heimat(!)urlaub!!! Zu Hause ist Santa Clara, Kalifornien aber Heimat ist IMMER da, wo man herkommt, also so richtig, mir soll da jetzt keiner mit ner Grundsatzdiskussion kommen, wenn ich diskutieren haette wollen, haett ich wohl keine solche endgueltige Aussage getroffen, wa!
(Hat er auch direkt eingesehen, der liebe Jan.)
3. Deutsche Servicekraefte sind in der Regel gleichgueltig bis unhoeflich!
War mir die uebertriebene Hoeflichkeit, vor allem in Restaurants hier doch zu Beginn ein wenig zu viel, muss ich
jetzt doch sagen: Lieber mit vollem Mund dem Kellner zulaecheln und signalisieren das es schmeckt als dieses
unmoegliche Verhalten in Deutschland erleben zu muessen.
Dazu zwei lebhafte Beispiele:
An unserem Traditionellen Weihnachtsessen mit Freunden in Bonn, hatten wir einen Kellner der anscheinend den
Unterschied zwischen humoristischem lokaltypischem Charm und deplaziertem Verhalten nicht kennt! Das in
einem Lokal, das sich nennt wie eine regionale Biersorte, diese Biersorte nun doch gerne getrunken wird ist eine
Sache, an einen Tisch zu kommen und vorrauszusetzen das jeder dieses trinken moechte und sich unglaublich zu
gebaeren wenn einer der Gaeste (dieser Gast war nicht ich!) dieses Bier nicht trinken moechte, ist einfach
unangebracht! Desweiteren mag das mit dem Duzen hier durch den englischen Wortschatz nicht zur Diskussion
stehen, in Deutschland moechte ich aber doch schon gerne, dass ein mir fremder Mensch den noetigen Abstand
respektiert! Und sich einer Gesellschaft von 8 Menschen zuzudrehen und mit erhobenem Finger zu ermahnen:
„Aber es wird auch gegessen!“ das geht in meinen Augen mal so etwas von ueberhaupt nicht!!! Und bin ich mir doch
sicher das dieser Mensch sich gegenueber aelteren Herrschaften dementsprechend verhalten haette, so moechte
ich doch gerne wissen, wo er da die Grenze zieht und ueberhaupt, auch Teenager haben dieses abschaetzende
Verhalten nicht verdient.
Beim zweiten Beispiel waren wir Kuchenessen, man will natuerlich die vorzuege des einenen Landes auch
kulinarisch erleben und vom Kuchenbacken haben die Amis echt keine Ahnung. Dieser Besuch war gekennzeichnet
durch WARTEN. Zunaechst musste man eine uebertrieben lange Zeit warten, um ueberhaupt erst einmal eine
Bestellung aufzugeben, danach musste man dann eine noch laengere Zeit warten um seine Bestellung zu erhalten um
dann gefolgt darauf eine enorme Zeit darauf zu warten eine falsch Rechnung zu bekommen.
Nachfragen sollte man in Deutschland dann mal lieber nicht denn welche Antwort koennte klarer und
zurechtweisender sein, als ein: „Sehen sie sich doch einmal um, der ganze Laden (10 Tische!) ist voll und wir sind nur
zu zweit und haben noch eine Aushilfe (!) anzulehren. (Fuer 10 Tische?) Da muessen Sie schon Verstaendniss haben!“
(FUER WAS???)
// Nun moegen sich ganz schlaue Menschen fragen: „Warum ist die Kirsten denn nicht einfach aufgestanden und gegangen oder hat zumindest was gesagt?“ „Ha Ha“ sagt die Kirsten dann „Wohin denn? In welchem Lokal soll das schon anders sein im guten alten Deutschland? Und was sagen? Klar grade in einer Lokalitaet in der ich Essen und Trinken serviert bekomme, da sage ich gerne mal etwas differmierendes zu den Menschen, die in der Hand haben, wie sauber mein Glas oder wie rein mein Essen ist…“ Ausserdem habe ich das alles, mit dem Wissen, bald ist das ja wieder anders, in Kauf genommen!
Es gibt noch viele andere kleine Beispiele, wie zum Beispiel die lieben Verkaeuferinnen bei Aldi, die wenn sie
koennten, die Einkaeufe direkt in den Ausgang werfen wuerden, damit die zahlenden Kunden sich auch ja moeglichst
schnell „verpissen“ (Dieses Wort soll moeglichst genau die Gedanken der Kassiererinnen wiedergeben. In meinem
eigenen Wortschatz distanziere ich mich eigentlich davon, dieses Wort zu benutzen!). …
Das wird jetzt hier schon wieder ganz schoen lang beim naechsten mal mehr,
Adios, Auf Wiedersehen und Bye bye,
sagt die kiki.